Montag, 3. Juli 2017

Neues Hosenbelüftungssystem erfunden! 

Und wie bei so vielen großen Erfindungen stand auch diesmal Professor Schwund Pate: Mit dezentem Peng platzte meine Hose auf der Wanderung von Oberstdorf zur Rappenseehütte. Die Hosenhavarie begann im zentralen Schrittbereich und dehnte sich im Laufe der Bergtour in beide Richtungen aus - vorderseitig rechts parallel zum Hosentürl, hinterseitig knapp links neben der Mittelnaht. Nach vorabendlicher Jause in Deutschlands größter Berghütte wurde das so entstandene Belüftungsloch umgegend einem alpinen Praxistest unterzogen, indem nämlich der Rappenseekopf (2495m) luftumströmt erklommen wurde, begleitet von Sohn Cyprian. Die Versuchswanderung belegte die Praxistauglichkeit der Textilinnovation; Schwitzwasser trocknet im Testmodell deutlich schneller als in einer zuen Vergleichshose, schneller auch als in einer solchen mit offenem Hosenstall - wahrscheinlich hängt letzteres mit der überlegenen Größe des Luftlochs zusammen. Der Erfinder (ich) ließ sich nicht lumpen und gab zur Feier des Tages eine Runde "Strammer Max" aus. Anschließend durfte die Hose sich an einem Garderobenhaken im zweiten Obergeschoss der Rappenseehütte ausruhen, wobei sich die Größe des Lochs auch als Vorteil beim An-den-Haken-hängen entpuppte. Das stolze Hosenherrchen (ich) verbrachte die Nacht mit Blickkontakt zu seinem Prachtstück im Untergeschoss eines Etagenbettes im Vierbergfexezimmer, ehe er sich am frühen Morgen anschickte, mit Sohn und Hosenloch via Heilbronner Weg das "Hohe Licht" zu erklimmen. 


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