Freitag, 7. Juli 2017

Süß (Symbolbild)

Nein, das ist nicht meine Katze. Dass ich ein eigenes Haustier "besaß", ist schon ein Weilchen her. Heute finde ich ja schon das Verb "besitzen" im Zusammenhang mit Tieren diskussionswürdig, und wenn man's zu Ende denkt, ist auch unklar, ob wir Menschen Pflanzen besitzen sollten - die sind ja schließlich ebenfalls Geschöpfe, womöglich ausgestattet mit unveräußerlichen Freiheitsrechten. 

Mein letztes Haustier hieß jedenfalls "Didi", war ein grüner Wellensittich und teilte seinen Käfig mit "Fidi", einem gelben Artgenossen. Als Didi hochbetagt starb, war vor allem meine Schwester in tiefer Trauer. Mein Vater wollte den Vogelring bergen, als Erinnerungsstück, und versuchte ihn vom Sittichbein zu entfernen. Der jedoch saß unerwartet fest. Als alle feinmotorischen Knibbel-Versuche scheiterten, wurde Papa ungehalten und riss Didi, natürlich ungewollt, das ganze Bein aus. Meine Schwester schluchzte laut auf; die Dramatik des Moments war enorm. 

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